Mittlerweile ist nicht mehr gestern. Unser heutiges Ziel
waren wieder einmal Wasserfälle. Da sich mir der tiefmaorische Name einfach
nicht ins Hirn brennen möchte, nennen wir ihn einfach Wasserfall X. Wasserfall
X ist der Startpunkt eines 3 stündigen Weges durch Sümpfe und Wälder. Manchmal
kann man nur über Stege laufen, weil um einen herum nur Wasser ist. Man konnte
Vögel und Urzeitfische wie Neunaugen sehen.
Dieser Blogg soll mich auf meiner Neuseelandreise begleiten. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen! ;-)
Samstag, 14. September 2013
Schwefel und Wasser
Samstag, 7. September 2013
Jep, 19
Hello guys!
Jetzt gibt’s erst mal den Hammerschlag: Wir haben endlich ein
Auto! Drei Riesen gingen für unseren tiefergelegten Mitsubishi Galant auf
Wanderschaft. Jeder Dollar hat sich gelohnt. Jetzt können wir die Strände der
Umgebung unsicher machen und sind nicht mehr so an Busse und andere Backpacker
gebunden. Zudem lassen sich jetzt besser potentielle Arbeitgeber erreichen,
weil wir nun auch Jobs annehmen können, bei denen wir mobil sein müssen. Das
i-Tüpfelchen unseres erfolgreichen
Vertragsabschlusses war der Besuch der Whangarei-Wasserfälle, bei denen
man bis an den Rand laufen konnte.
In meinen Geburtstag wurde gebührend reingefeiert. Soll heißen:
unter großer Mühe und drohender Arbeit am nächsten Tag haben sieben Leute ihren
wohlverdienten Nachtschlaf geopfert und sind wachgeblieben. Das hat mich schon
berührt. Ich bin wirklich glücklich mit ihrer Gesellschaft. Ach übriges: das Unmögliche
ist wahr geworden! Ich bin jetzt offiziell älter als mein Zwillingsbruder. Dank
Zeitverschiebung hatte ich 10 Stunden vor ihm Geburtstag. Tja Alex, so sieht´s
aus!
Am nächsten Tag gab es dann eine fette Party mit dem
gesamten, internationalen Mosaik, welches die Hidewaylodge bunt färbt. Leider
gönnte mir Brian diesen Trubel nicht und drückte mir für den Samstag einen 8
Stundenjob aufs Auge. Das ist natürlich ein Grund, aber kein Hindernis!
Der Job bestand aus dem Installieren einer Giesanlage auf
einer Zucchinifarm. Mein jungfräulicher Rücken schmerzt nun vom vielen Bücken,
aber die Arbeit wurde ungemein durch meinen französischen Mitarbeiter Namens
Victor (gesprochen: Victeeeeur) versüßt. Es gibt anscheinend nichts Verlässlicheres
als französischen Charme, wie mir die glänzenden Augen unserer Arbeitgeberin
verrieten. Zum Schluss durfte ich sogar ein Babyschaf mit Milch füttern! 115$
später sitze ich wieder im Hostel, aus dem ich jetzt gerade schreibe.
Sonntag, 1. September 2013
Essen macht glücklich
Hello fellows!
Aufgrund fehlender angesteuerter
Sehenswürdigkeiten heute
mal ein paar Gedanken. Während das Roastbeef friedlich im Backofen
liegt lässt
es sich nämlich gut schreiben.
Gestern ist mir klar geworden, dass ich derzeit
mit meiner
gesamten Situation zufrieden bin. Sicher, Komfort ist hier ein
Fremdwort und
wenn man sich duschen möchte, muss man halbnackt durch die Nacht
rennen, weil
man seine Sachen nirgendwo in der Gemeinschaftsdusche ablegen
kann. Das ist es
nicht. Vielmehr kann man hier einfach mal den Kopf leer bekommen.
Ich muss
keine Gedanken über die weiter entfernte Zukunft machen. Ich bin
endlich von
dieser alles einehmenden Was-verdammt-noch-mal-studiere-ich-Frage
weg, ich lebe
quasi einfach für die nächsten ein bis zwei Wochen und das ist so
entspannend! Endlich kein
Druck mehr.
Und trotzdem lerne ich hier das Leben kennen. Hier wird man
ständig gefordert
und wenn man nicht wagt, hat man keine Arbeit und nur Nachtteile.
Es gibt so
viele Möglichkeiten, so viele Wege die man gehen kann. Wenn man
reisen will,
reist man einfach. Lernt man jemanden kennen, der cool ist, dann
macht man halt
mit ihm/ihr die Gegend unsicher. Außerdem ist immer irgendwo was
los. Und man
lernt Grenzen zu ziehen.
Das Roastbeef war übrigens der Hammer!! Gott im
Himmel, ich
habe selten etwas so Gutes gegessen, was durch Beteiligung meiner
eigenen Hände
entstand. Es ist sowieso erstaunlich, was bei uns in letzter Zeit
alles
verzehrt wurde. Entweder macht Not wirklich erfinderisch, oder wir
sind
wirklich gut geworden, was kochen betrifft. Hier zeigen sich
übrigens die
Stärken von Gemeinschaft. Wir sind ein fester Kern aus fünf Leuten
und irgendjemand
hat immer eine gute Idee oder ist von Nutzen. Außerdem macht das Filmschauen am Abend mit mehr
Leuten einfach
wesentlich mehr Spaß.
Ein Schatten liegt jedoch über unserem Glück.
Der
Hostelbesitzer Brian hat kurzerhand Urlaub genommen und die
Verantwortung in
die Hände seiner Putzbrigade gegeben. Das heißt im Klartext, dass
es für uns
bisher noch keine Jobs für die kommende Woche gibt. Gott sei Dank
hat sein
Roadtrip morgen ein Ende und er wird uns wieder mit seiner
geschäftigen
Anwesenheit beehren.
Dann macht es mal gut!
Grüße aus der Hideaway Lodge
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